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Autophagie

Autophagie – Was ist das?

Oft wird Autophagie (genauer Autophagozytose) im Zusammenhang mit Fasten genannt, doch was genau ist damit gemeint? Um „Licht ins Dunkel“ (dieses sehr wissenschaftlich klingenden Ausdrucks) zu bringen, habe ich mich mit dem Begriff intensiv auseinandergesetzt und möchte euch nun dieses spannende Thema nahebringen.

Wenn die Zelle sich anknabbert

Der Begriff leitet sich aus dem altgriechischen „autophagos“ ab, und heißt so viel wie „sich selbst verzehrend“ oder „selbstfressend“. Die Autophagie bezeichnet damit den Prozess in den Zellen, bei dem diese ihre eigenen Bestandteile abbauen und verwerten.

Ein wissenschaftlich sehr aktuelles Thema:
2016 erhielt der japanische Zellbiologe Yoshinori Ōsumi für seine Forschungen und Entdeckungen zur Autophagie den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Er zeigte auf, welche Wichtigkeit dieser Prozess in unserem Körper hat und wie er uns vor dem Altern und vor Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder Herzerkrankungen schützt.
Die Zelle frisst sich also selber auf. Doch warum tut sie das – und wozu soll das gut sein?

Müllabfuhr in der Zelle – Autophagie

Wer umweltbewusst lebt, trennt seinen Müll und entsorgt ihn ordnungsgemäß in die richtige Tonne. (Wir wollen doch alle eine saubere Umwelt, in der wir uns wohlfühlen) Was außen passiert, das passiert aber auch innen. Wir haben (bildlich gesprochen) lauter kleine Müllmännchen in unseren Zellen, wobei die Zelle gleichzeitig auch als Recyclinganlage dient. Beschädigte oder funktionslose Proteine sowie Zellorganellen werden selbst verdaut (gefressen) und dadurch aus dem Verkehr gezogen. Noch brauchbare Teilchen werden wiederverwertet.

Ein sehr ausgeklügeltes System das hier in unseren Körperzellen abläuft.
Wenn wir unseren Mistkübel nicht ausleeren, quillt er über. Niemand von uns sitzt gerne mitten in seinem eigenen Müll. So ist es auch auf zellulärer Ebene. Wenn die Müllabfuhr in den Zellen nicht funktioniert, dann würden diese übergehen. Durch den Prozess der Autophagie werden nicht nur Proteine und einzelne Zellteilchen herausgefiltert, sondern auch die bösen Eindringlinge. Viren und Bakterien die Krankheiten verursachen können, werden so durch unsere Zelle entsorgt. Damit hat die Autophagie – das Müllabfuhrsystem unserer Zelle – eine wichtige Schlüsselfunktion bei der Vermeidung von Infektionen, Tumoren und im Alterungsprozess.
Soweit also die Fakten: unsere Zellen haben eine Art Müllabfuhr – oder besser ausgedrückt ein komplexes Recyclingsystem – eingebaut. Was wir nicht mehr brauchen, wird vernichtet, was gebraucht werden kann wird wiederverwendet. So ist in unseren Zellen also immer ordentlich aufgeräumt. Doch was sich die Natur so brillant ausgedacht, das schaffen wir als Mensch zu sabotieren.

Das Reinigungsteam nimmt sich heute frei!

Bei Selbstsabotage kennt sich vielleicht der eine oder andere von uns gut aus. Vor allem was die Gesundheit betrifft. Wir wissen was wir tun sollten und machen dann genau das Gegenteil. Am späten Abend noch ein deftiges Essen? Her damit! Die momentane Freude und Lust am Essen blendet alles andere aus. Was durchaus biologisch erklärbar ist (dazu aber ausführlich in einem anderen Beitrag). Wenn der Appetit zu groß ist, hören wir oft nicht auf wenn wir satt sind, sondern essen weiter. Doch das schmeckt der Müllabfuhr in den Zellen gar nicht. Dann streikt sie.

Die gute Nachricht und die bessere Nachricht

Jeder einzelne von uns hat die Möglichkeit, die Autophagie in unseren Zellen zu unterstützen damit sie reibungslos funktioniert. Und zwar indem wir darauf achten, dass es uns bis zur Zellebene gut geht. Denn wir können durchaus aktiv mithelfen, das Gleichgewicht unseres Körpers (die sogenannte „physiologische Homöostase“) aufrechtzuerhalten.
Es gibt Möglichkeiten, die Autophagie in den Zellen anzukurbeln. Kaffeeliebhaber werden jetzt jubeln, denn die im Kaffee enthaltenen Polyphenole gelten als Autophagie-Auslöser. Doch nur, wenn man ihn ohne Milch trinkt. Milch wiederum hemmt die Autophagie. Also den Kaffee lieber schwarz oder mit einer pflanzlichen Milch-Alternative genießen. Eine weitere Autophagie auslösende Substanz ist Spermidin. Diese Eiweißverbindung kommt in allen lebenden Organismen vor und spielt eine wichtige Rolle beim Zellwachstum. Außerdem finden wir Spermidin in Lebensmittel wie Vollkorn bzw. Weizenkeime, gereiften Käse, Pilze, Sojaprodukte und Hülsenfrüchte. Auch durch sportliche Betätigungen – sowohl Kraft- als auch Ausdauertraining – wird die Autophagie angekurbelt.

Das ist die gute Nachricht. Die noch bessere Nachricht ist: Fasten ist DER Weg, um die Autophagie wirklich zu optimieren. Im Alltag lässt sich dieser Prozess wunderbar durch ein „Intermittierendes Fasten“ integrieren.
Auf die einzelnen Arten des IF gehe ich in einem der nächsten Beiträge genauer ein.

Zellreinigung durch Fasten

Wenn (durch häufiges Essen) ständig von außen in die Zelle nachgeliefert wird, kann die Zelle nicht mit ihrer Selbstreinigung nachkommen. Fasten wir hingegen, wird unser zellulärer Reinigungstrupp aktiv. Schon nach 14 – 16 Stunden ohne Nahrung beginnt der Prozess der Autophagie. Die Zellen reinigen sich, Müll den wir nicht mehr brauchen wird entsorgt. Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert, der Alterungsprozess verlangsamt (ein besserer Jungbrunnen, als alle Cremen dieser Welt) und die Zellen regenerieren sich viel besser.

Ich finde, das sind lauter gute Gründe um aktiv zu werden und gleich einmal einen Fastentag einzulegen. Ich werde deshalb statt dem Abendessen eine von meinen köstlichen Fastensuppen genießen. Habt ihr auch Lust bekommen, die Autophagie in euren Zellen anzukurbeln?

Fasten und Bewegung

Fasten und Sport

Fasten und Sport

Du hast dich dazu entschlossen, zu fasten – eine gute Entscheidung! Allerdings tauchen auch gleich die ersten Fragen auf! Vor allem bei Menschen, die zum ersten Mal fasten.

Da wäre zum Beispiel die Sache mit dem Sport. Darf man, während man fastet, eigentlich Sport treiben?

Sport in der Fastenzeit? Es kommt ganz darauf an…

Hier kommt es vor allem entscheidend darauf an, wie du konkret fastest. Wenn du in der offiziellen Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostermontag fastest und dabei vielleicht „nur“ auf Süßigkeiten, Alkohol oder Fleisch verzichtest, kannst du natürlich, was den Sport anbetrifft, genauso weitermachen wie bisher.

Die Frage nach dem Sport stellt sich vielmehr, wenn du beispielsweise eine zweiwöchige Heilfastenkur anstrebst, bei der du nur Gemüsebrühe und Tee zu dir nehmen darfst. Denn dass in dieser Zeit dann doch eher kein Hochleistungssport betrieben werden sollte, leuchtet eigentlich ein.

Aber wie sieht es generell mit Sport und Bewegung aus, wann man fastet?

 

Sport ist grundsätzlich gesund

Dieses Motto gilt immer und sollte auch während der Fastenzeit nicht vergessen werden. Es ist also nicht nur erlaubt, moderat Sport zu treiben, sondern sogar wichtig. Denn nur wenn du dich ausreichend sportlich betätigst oder mal zumindest bewegst, sorgst dafür einen stabilen Kreislauf. Zugleich beugst du mit Sport dem Abbau von Muskelmasse entgegen.

Und zugleich wirst du auch den Abnehmprozess mit Sport beschleunigen – auch wenn das Abnehmen beim Fasten grundsätzlich nicht im Vordergrund stehen sollte. Fastenzeit, das heißt nämlich nicht, dass man deswegen auf der Couch versauern und sich nur schonen muss.

Sport bringt den Stoffwechsel in Schwung

Auf jeden Fall ist es eine Tatsache, dass Sport treiben dafür sorgt, dass der Stoffwechsel in Schwung kommt. Es gilt immer noch das Prinzip: Sport ist die beste Medizin.

 

Nichts übertreiben lautet das Motto!

Allerdings ist es ganz wichtig, dass du auf deinen Körper hörst. Sobald du das Gefühl hast, dass dir irgendetwas zu viel wird, dann mach lieber langsam. Überhaupt sollten sehr anstrengende Sportarten und generell Leistungs- und Hochleistungssport lieber wieder auf die Zeit danach verschoben werden.

Training im Studio, Laufen, Walken, Joggen, Radfahren, Schwimmen und auch Ballsportarten jedoch sind erlaubt – immer vorausgesetzt natürlich, du fühlst dich dabei gut. Du solltest also idealerweise ein gutes Gleichgewicht finden zwischen Ruhe und Bewegung.

 

Welche Sportarten scheiden aus?

Vor allem Sportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko solltest du dann doch lieber gänzlich meiden. Dazu gehören unter anderem Klettern, Tauchen oder auch Abfahrtski. Auch alles, was in den Bereich Hochleistungssport fällt, ist in der Fastenzeit tabu oder zumindest nur wirklich erfahrenen Sportlern und Menschen mit viel Erfahrung in Sachen Fasten vorbehalten.

 

Vorsichtig anfangen! In den ersten 3 Tagen der Fastenkur ist zudem etwas Vorsicht geboten, weil sich dein Blutzuckerspiegel und der Säure-Basenhaushalt erst noch regulieren müssen.

Die meisten Menschen, die ohnehin sportlich trainiert sind, können nach diesen 3 Tagen ihre sportlichen Aktivitäten wieder aufnehmen.

Fastest du allerdings zum ersten Mal oder gehörst ohnehin eher zu den unsportlicheren Zeitgenossen, solltest du es in keinem Fall übertreiben. Eine Runde Radfahren oder Spazierengehen ist in dem Fall aber immer noch besser als gar keine Bewegung.

 

Auf Warnsignale des Körpers achten!

Generell gilt: Du darfst dich nur sportlich versausgaben, wenn du dich wohl fühlst. Bemerkst du während des Sportelns plötzlich Schwindelfgefühle, es dir schwarz vor Augen wird oder du Zitteranfälle oder kalten Schweiß bekommst, dann hör am besten sofort auf.

 

Zusammenfassend kann man also sagen, dass es von drei Faktoren abhängt, ob du Sport treiben sollst oder nicht.

  1. Von der Sportart
  2. Von der Art des Fastens und
  3. Von deinem Fitnesszustand

Wenn dir wirklich sehr viel an regelmäßigem Leistungs- oder Hochleistungssport liegt oder du auf die oben genannten Sportarten, die eine gewisse Verletzungsgefahr mit sich bringen, absolut nicht verzichten willst, dann solltest du vor einer Fastenkur lieber einen Arzt befragen.

Oder auf eine Alternative des Fastens ausweichen, nämlich Fasten light. Dabei wird an ein bis zwei Tagen die Woche auf Alkohol, Süßigkeiten, Kaffee, Nikotin und Fleisch bzw. Wurst verzichtet. Stattdessen in Obst und Gemüse angesagt – in dem Fall ist Sport überhaupt kein Problem.

Das allerdings kann schon alleine was die Wirkungsweise und die Erfahrung anbetrifft natürlich nicht mit einer zweiwöchigen Heilfastenkur verglichen werden.

 

 

Smovey - health in your hands

Smovey – Bewegung und Spaß

Smovey – mit Bewegung und Spaß effektiv trainieren

Schon wieder gibt es im Bereich Fitness etwas relativ Neues auf dem Markt: Hanteln und Flexibänder sind nämlich passé
Smovey ist angesagt!


Was genau ist Smovey?

Smoveys sind Ringe etwa in Handgröße, die aus einem flexiblen Material hergestellt werden und über einen Griff verfügen, so dass du sie wären des Trainings besser festhalten kannst. In diesen Ring – genauer gesagt ist es ein hohler Schlauch – sind 4 flexible Kugeln integriert, die bei jeder Bewegung vibrieren und mitschwingen. Genau das macht den besonderen Effekt dieser kleinen Trainingsgeräte aus. Durch das Schwingen und Hin- und Herrollen werden nämlich zugleich auch immer die Vibrationen der Kugeln direkt an den Händen spürbar.


Wie wirkt Smovey?

Wer mit einem oder zwei Smoveys trainiert, kräftigt dabei seine gesamte Muskulatur, er steigert seine Koordination, seine Ausdauer und kurbelt ganz nebenbei seinen Fettstoffwechsel an. Klingt gut, oder? Ist es auch. Zugegeben, dies wäre durch das Benutzen von ganz normalen Hanteln ebenfalls möglich – aber vermutlich nicht ganz so effektiv. Die integrierten Kugeln der Smoveys nämlich – und genau das ist ja der Clou bei der Sache – sorgen dafür, dass das Training noch effektiver wird. Der Hersteller nennt dies ein „Training auf multiplen physiologischen Ebenen“. Das muss man sich in etwa so vorstellen wie ein Training auf einer Vibrationsplatte, die mit den Vibrationen für zusätzliche Muskelstimulation sorgt. Durch die Kugeln werden außerdem deine Handreflexzonen stimuliert, was wohl dazu führen soll, dass die Lebensenergie besser fließt. Das führt zu einem echten, spürbaren Wohlfühl-Faktor! Dadurch, dass für jede Hand ein Smovey verwendet wird, werden sogar beide Hirnhälften miteinander aktiviert.

Und noch etwas: Smovey scheint auch auf das Lymphsystem eine ganz besondere Wirkung zu haben. Denn die Smoveyringe werden bei einer speziellen Übung direkt auf der Haut auf den Lymphknoten platziert und stimulieren diese während des Trainings permanent.

Sogar bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen gibt es positive Berichte. Trainer berichten, dass gerade Menschen, die beispielsweise unter Demenz, Parkinson oder multipler Sklerose leiden, mithilfe der Smoveys durchweg positive Erfahrungen machen konnten. Denn man weiß mittlerweile, dass jede Art von Bewegung zugleich auch gut ist fürs Gehirn. Insofern tut ein Training mit Smoveys nicht nur gut, wenn man bereits erkrankt ist, sondern du kannst sie auch optimal als Gesundheitsprävention einsetzen.

Bei anderen Krankheiten wie Rheuma, Arthritis, Rückenschmerzen oder auch Osteoporose sind die Smoveys ebenfalls erfolgsversprechend und werden als Therapie empfohlen.


Für wen eigenen sich die Smovey?

Grundsätzlich für jeden – egal, ob alt oder jung und egal, ob bereits erkrankt oder noch topfit. Daher werden Smoveys auch häufig von Physiotherapeuten, von Ärzten, Masseuren und auch von Kinesiologen verwendet. Auch viele Gesundheitszentren verwenden mittlerweile Smoveys in ihren Therapieeinheiten.


Kann man mithilfe von Smovey abnehmen?

Aber klar doch! Eine gewisse Fettverbrennung besteht beim Training ohnehin und dadurch, dass die Vibrationen auf die Tiefenmuskulatur wirken, kommt es darüber hinaus zu einem so genannten Nachbrenn-Effekt. Das heißt, dass sogar nach dem Training noch fleißig deine Muskeln strapaziert werden.

 

Fakt ist, dass die beiden auffallend bunten Ringe dafür sorgen, dass man in Schwung kommt und bleibt! Wer damit regelmäßig trainiert, tut sich und seinem Körper etwas Gutes. Dein Körper wird vitalisiert, gekräftigt und zugleich aber auch entspannt – je nach Übung und ganz nach Lust und Laune. Ganz davon abgesehen können die Ringe natürlich sowohl für das Training im Freien als auch im Innenbereich verwendet werden.
Wer will, nimmt sie einfach unterstützend zum Walking. Ganz offensichtlich ist also, dass  die Smoveys Ringe ein ausgesprochen vielseitiges Fitness-Gerät darstellen, welches nicht teuer ist. Wenn du Lust hast, es einfach mal auszuprobieren, dann schau dich im Internet um. Es gibt immer mehr Smovey Kurse bei Sportvereinen und Gesundheitszentren, wo du mal unverbindlich hereinschnuppern kannst.

 

Schrothkur

Schrothkur

Schrothkur – was ist das?

Zählt die Schrothkur eigentlich auch zum Fasten? Oder ist sie vielmehr zum Abnehmen geeignet, also eine Diät? Was muss man bei einer Schrothkur eigentlich beachten? Was darf man essen, was nicht?

Eins steht fest: die Schrothkur ist ein wenig speziell. Wie genau diese „Kur“ funktioniert und was man damit bewirken soll, erfährst du in diesem Artikel.

 

Schrothkur zum Abnehmen?

Die Schrothkur, soviel gleich vorweg, ist eigentlich keine klassische Form des Fastens, auch wenn hier immer wieder Verzicht geübt wird. Eigentlich ist die Schrothkur viel eher zum Abnehmen gedacht, was sie vom Fasten schon mal eindeutig abgrenzt bzw. unterscheidet. Eine Gemeinsamkeit mit der Fastenkur hat sie aber doch: der Körper soll dabei entschlackt werden. Sie ist aber auch nicht wirklich eine Diät – vermutlich liegt sie irgendwo dazwischen.

Ihren Namen hat sie von einem Fuhrmann Johann Schroth, der diese Art von Diät im Jahre 1820 erfand.

 

Trockentag und Trinktage

Ein wichtiges Merkmal der Schrothkur ist das Einteilen in Trinktage und Trockentage. An letzteren, so wurde es ursprünglich empfohlen, darf nur wenig getrunken werden: erlaubt sind weniger als ½ Liter pro Tag und dies ausschließlich Weißwein. Das mag sich zwar ganz nett und verlockend anhören, ist aber nicht wirklich gesund. An den Trinktagen darf zwar mehr Flüssigkeit zu sich genommen werden, aber auch hier liegt der Focus eindeutig auf Weißwein.

 

Die Schrothkur damals und heute

Tatsächlich ist die ursprüngliche Form dieser „Kur“ mittlerweile etwas abgewandelt worden und daher unterscheidet sich die Schrothkur, die man heute durchführt doch einigermaßen vom „Original“. Denn die Sache mit dem Weißwein ist in dieser Form nicht zeitgemäß und auch nicht gesund.

Heute wird an Trockentagen weiterhin wenig getrunken, oftmals ist dies z.B. eine Pflaumensuppe, die die Verdauung anregen soll. An Trinktagen gibt es viel Gemüsesuppe und Kräutertees.

 

Was darf gegessen werden?

Der Schwerpunkt bei einer Schrothkur liegt auf Brei, nämlich Grießbrei, Haferbrei und Reisbrei. Gekochtes Gemüse, getrocknetes Obst und trockene Brötchen sind ebenfalls erlaubt. Sehr verlockend hört sich das allerdings zugegebenermaßen nicht wirklich an. Frisches Obst steht im Übrigen bei einer Schrothkur nicht auf dem Speiseplan. Generell wird empfohlen, dass die Ernährung in dieser Zeit arm an Eiweiß, Salz und Fett sein sollte – das wiederum ist ja grundsätzlich schon mal nicht verkehrt. Der Schwerpunkt bei der Ernährung liegt eindeutig auf wertvollen Kohlenhydraten.

 

Feucht-warme Wickel zur Unterstützung

Damit der Körper wirklich entschlackt, sollen zusätzlich noch regelmäßig feuchtwarme Wickel angelegt werden. Dies jedoch sollte am besten von erfahrenen Fachkräften durchgeführt werden.

Kritik an der Schrothkur

Du ahnst es vielleicht schon: die „klassische“ Schrothkur ist zumindest im Original ziemlich veraltet und entspricht nicht mehr den aktuellen Erkenntnissen in Bezug auf Ernährung oder Gewichtsreduktion. Wenig trinken, wenig frisches Obst und Gemüse, kombiniert mit viel Alkohol – das kann eigentlich nur ein falscher Ansatz sein. Im Grunde genommen ist die Schrothkur auch keine klassische Diät, sondern sie soll nebenher auch entschlacken. Die ursprüngliche Form der Schrothkur ist also schlichtweg nicht zu empfehlen. Die modifizierte Form hingegen, bei der viel Tee und Wasser getrunken wird, kann durchaus zu empfehlen sein, sollte aber am besten nicht eigenständig durchgeführt werden.

Das muss sie aber auch nicht, da es zahlreiche Hotels und Kliniken gibt, die die Schrothkur im Angebot haben.

 

Schrothkur unter Anleitung

Wenn du die Schrothkur unter Anleitung machst in einem Hotel oder einer Klinik, welches sich darauf spezialisiert hat, sieht das Vorgehen meist ein wenig anders aus. Denn hier gibt es auf den Teilnehmer zugeschnittenen Wochenplan für ein, zwei oder idealerweise sogar 3 Wochen.

Hier werden dann auch Phasen der Ruhe und Entspannung sowie Bewegung integriert. Und das oben bereits erwähnte Wickeln steht ebenfalls auf dem Programm.

Wenn also eine Schrothkur in einer dafür qualifizierten Einrichtung nach neuesten Erkenntnissen stattfindet, ist dagegen tatsächlich nichts einzuwenden. Dann funktioniert sie sogar ganz ähnlich wie das Fasten, sie wirkt sich nämlich auf deinen Körper reinigend und entschlackend aus. Und sie hat meistens den netten Nebeneffekt, dass du auch an Gewicht verlierst.

 

 

 

 

Vegan in aller Munde

Vegane Ernährung ist IN

Vegane Ernährung ist in – aber ist sie auch sinnvoll?

Zweifellos ist die vegane Ernährung und somit auch das Angebot an veganen Produkten in den Läden in den letzten Jahren geradezu explodiert.
Vor 10 Jahren wusste man noch kaum, was Veganismus überhaupt ist. In den Restaurants fand man noch keine so spezielle Produkte. Im Supermarkt bekam man höchstens Tofu oder vielleicht noch Sojamilch. Heute ist der Veganismus und vegane Produkte im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde!
Warum eigentlich? Die Gründe, warum man sich vegan ernähren kann, sind deutlich vielfältiger als nur auf Tierliebe begrenzt. Zugegeben, Tierliebe ist ein wichtiger Aspekt davon, aber bei weitem nicht der einzige.

 

Das Wohl der Tiere …
… steht tatsächlich an erster Stelle!

Wenn man Veganer fragt, warum sie eigentlich vegan leben, antworten vermutlich die meisten von ihnen – gerade die jungen – dass es ihnen vor allem ums Tierleid geht. Massentierhaltung kann man einfach nicht unterstützen und man kann es drehen und wenden wie man will: 98% aller Fleischprodukte, die konsumiert werden, stammen nun mal aus Massentierhaltung. Auch wenn noch so viele Menschen behaupten, sie kaufen nur Bio-Fleisch beim Bauern um die Ecke!
Die Wahrheit sieht leider ganz anders aus.
Kühe, die angebunden im Stall stehen, Schweine, die sich niemals auch nur um die eigene Achse drehen können, die niemals in ihrem Leben das Tageslicht sehen – mal abgesehen von der Fahrt zum Schlachthof – da muss man wirklich kein ausgesprochener Tierliebhaber zu sein, um dies abscheulich und nicht unterstützenswert zu finden.
Kälber werden schon am ersten Tag von ihrer Mutter getrennt, damit die Milch der Mutterkuh für den Menschen abgezweigt werden kann. Hochleistungskühe haben entzündete Euter, Puten leben auf engstem Raum, männliche Küken werden bei lebendigem Leib geschreddert, weil sie keine Eier legen können aber eben auch nicht genügend Fleisch ansetzen.

Die ganze Tierhaltung, so wie sie jetzt ist, ist pervertiert und in keiner Weise moralisch vertretbar.

Es stimmt schon: Dies ist wohl der wichtigste Aspekt beim Veganismus. Eine gewisse Ethik und Moralvorstellung verbieten es einfach, dass man auf diese Art mit fühlenden Lebewesen umgeht.

Die Gesundheit

Aber auch der gesundheitliche Aspekt ist absolut nicht mehr von der Hand zu weisen. Während Fleisch früher noch als ein Stück Lebenskraft galt, weiß man heute, dass es leider auch für zahlreiche Zivilisationskrankheiten verantwortlich ist – vor allem, wenn man solche Unmengen davon zu sich nimmt, wie es bei den meisten Menschen der Fall ist.
Tierische Eiweiße im Übermaß sind nämlich längst nicht so gut wie früher angenommen – ganz im Gegenteil. Man vermutet sogar einen Zusammenhang zwischen Kuhmilch und Brust- sowie Prostatakrebs. Logisch überlegt ist schon alleine aus biologischer Sicht Kuhmilch ja auch fürs Kälbchen da und nicht etwa für den Menschen. Maximal ein Jahr lang werden Säugetiere (also auch wir Menschen) gesäugt, dann ist es Zeit für andere Nahrung. Zumindest hat es die Natur so für uns vorgesehen.
Außerdem ist Fleisch aus Massentierhaltung leider oft schon gar nicht mehr in der Qualität zu bekommen, wie man es sich wünscht. Genauso auch Milch und Milchprodukte und generell tierisches Eiweiß. Multiresistente Keime, Eiter in der Milch aufgrund entzündeter Euter, antibiotikabelastetes Hühnerfleisch – das alles führt dazu, dass Fleisch schon lange nicht mehr das gute Image hat wie einst.
Mittlerweile empfehlen sogar immer mehr Ärzte, so oft wie möglich auf Fleisch zu verzichten. Wenn heute ein Vegetarier oder Veganer zum Arzt kommt, kassiert er nicht mehr nur wie früher ein fassungsloses Kopfschütteln, sondern vielmehr Zustimmung. Die Zeiten haben sich also auch hier ganz klar gewandelt. Zahlreiche Studien belegen sogar, dass Vegetarier und Veganer länger leben als Fleischesser! Immer vorausgesetzt natürlich, sie ernähren sich ausgewogen und nicht etwa von vegetarischen oder veganen Fertigprodukten und Fast-Food. Bei den so genannten Pudding-Vegetariern ist der gesundheitliche Aspekt nämlich auch nicht vorhanden.
Im Übrigen wird in den USA und in Australien von der offiziellen Ernährungsgesellschaft (ADA)  schon lange eine vegane Ernährung für alle Altersgruppen und Menschen – auch für Schwangere und Stillende – empfohlen.

Die Umwelt!

Auch wenn einem das Wohl der Tiere und die eigene Gesundheit schnurzegal sind – die Umwelt ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt beim Thema Veganismus. Der ökologische Fußabdruck ist beim Veganer nämlich um ein Vielfaches besser als beim Allesesser. Kein Wunder, ist doch die gesamte Tierindustrie für bis zu 51% aller gefährlichen CO2 Gase zuständig. Das ist mehr als die Industrie und der Verkehr zusammen.
Produkte nicht-tierischen Ursprungs können deutlich umweltfreundlicher hergestellt werden als tierische Produkte. Für ein Rinder-Steak braucht man ganze 4000 Liter Wasser, dieselbe Menge an Getreide braucht nur ein Zwölftel davon. Ein Glas Milch immerhin noch 200 Liter Wasser, eine Tasse Tee hingegen nur 30 Liter.
Schade, dass so viel Menschen diese Tatsache außen vor lassen. Beim Duschen zwar auf jeden Liter Wasser achten, dann aber ständig Fleisch auf dem Teller liegen haben.

Die Ernährung weltweit!

„Kümmere dich mal lieber um hungernde Kinder als um Tiere“ – das bekommt wohl jeder Veganer irgendwann mal zu hören. Dabei tut er doch beides: laut neuester Studien der Oxford University könnten bis ins Jahr 2050 ganze 8 Millionen Menschenleben gerettet werden, wenn die Welt jetzt sofort vegetarisch werden würde. Natürlich ist das eine utopische Vorstellung. Es zeigt aber ganz deutlich, was Sache ist! Nämlich dass die Weltbevölkerung locker ernährt werden könnte, wenn man anstatt Tierhaltung auf den entsprechenden Flächen Getreide anbauen würde. Mit Nahrung aus Pflanzen können nämlich 10-mal so viel Menschen ernährt werden, als wenn mit genau diesen Pflanzen zuerst ein Schwein ernährt werden muss.

Was gibt es für Nachteile bei der veganen Ernährung?

Wenige!
Wenn man es wirklich richtig macht und sich ausgewogen ernährt, dann ist laut jetzigem Wissensstand der Wissenschaft einzig das Vitamin B12 ein möglicher Mangel. Man sollte sich aber vor Augen führen, dass auch ein Allesesser sich ausgewogen ernähren muss. Das passiert aber in den seltensten Fällen. Bedenkt man, dass die meisten Tiere Vitamin B12 ebenfalls schon lange nicht mehr selber bilden, sondern auch künstlich zugefüttert bekommen, kann man dieses Vitamin ja eigentlich auch selber supplementieren und nicht erst den Umweg über die Kuh nehmen. Alle anderen Nährstoffe kann man durchaus auch in ausreichender Menge aus Pflanzen bekommen.
Ganz klar: Die Zeichen stehen auf Wechsel. Auch wer meint, er können nicht von jetzt auf morgen Vegetarier und Veganer werden – was ja eigentlich verständlich ist – sollte immer mal wieder einen veganen Tag einlegen. Oder anstatt der liebgewonnen Kuhmilch mal zur Mandel- oder Sojamilch greifen.

Neues ausprobieren ist angesagt!

Übrigens: vegan schmeckt ausgesprochen gut – probier es einfach mal aus!

Und unter uns –   Fasten ist der perfekte Einstieg   um

1.  seine Ernährungs-und Lebensgewohnheiten zu ändern und um
2.  gleich damit zu beginnen!

Risiken beim Fasten

Risiken beim Fasten!

Die Risiken beim Fasten sind recht überschaubar, den regelmäßiges Fasten bringt laut aktuellem Wissensstand eine ganze Menge an Vorteilen mit sich:
Man besinnt sich auf sich selbst, man lernt, für einen gewissen Zeitraum auf etwas zu verzichten und nicht zuletzt tut man seinem Körper und Darm etwas Gutes, weil diese während des Fastens entgiftet und entlastet werden.
Aber: Hat Fasten eigentlich auch Nachteile? Kann womöglich sogar etwas dabei „schiefgehen?“ Gibt es Risiken?

Wer „falsch“ fastet, kann jegliches Risiko nie ausschließen

Definitiv gibt es beim Fasten auch gewisse Risiken – das gilt aber vor allem dann, wenn man dabei Fehler macht.  Wer sich jedoch vorher informiert, kann die Risiken beim Fasten vermeiden.
Im schlimmsten Fall könnte es also tatsächlich beim Fasten zum Muskelabbau kommen, der Körper kann übersäuert werden oder es könnten Mangelerscheinungen auftreten, weil dem Körper wichtige Nährstoffe fehlen. Dies wiederum hätte möglicherweise Gicht oder Herzrhythmusstörungen zur Folge.
Wie kann man dem vorbeugen? Zum Beispiel, indem man mit dem Arzt bespricht – und das gilt vor allem für jene Menschen, die zum ersten Mal fasten – wie es direkt vor der Fastenkur mit dem Nährstoffhaushalt des Körpers eigentlich aussieht. Der Arzt wird dich auch weiterhin auf andere Erkrankungen abchecken und dir dann (hoffentlich) grünes Licht fürs Fasten geben.
Ansonsten ist es wichtig, dass du in der Zeit direkt vor der Fastenkur dich auch darauf vorbereitest, indem du gewohnte “Genussmittel” reduzierst, auf Alkohol und Nikotin verzichtest und langsam beginnst weniger und basisch zu essen, um so den Körper auf eine Fastenperiode vorzubereiten.

Damit du einer eventuellen Übersäuerung deines Körpers vorbeugst, solltest du während des Fastens idealerweise basische Obst- und Gemüsesäfte zu dir nehmen. Genügend Flüssigkeit in Form von Wasser (am besten gutes Leitungswasser) und Tee ist während der Fastenzeit ebenfalls ausgesprochen dringend anzuraten.
Außerdem ist es immer wichtig, dass du dich an die Regel hältst, ein paar Tage vor der Fastenkur nur noch Schonkost zu dir zu nehmen. Die paar Tage Übergangszeit solltest du dir und deinem Körper nämlich unbedingt gönnen, bevor es dann so richtig losgeht! Umgekehrt gilt das natürlich auch für die erste Zeit nach dem Fasten. Mit einem deftigen, fettigen Schweinebraten die Fastenzeit zu beenden, wäre vermutlich ziemlich kontraproduktiv.

Risiken beim Fasten für bestimmte Personengruppen

Es gibt gewisse Gruppen von Personen, bei denen eine Fastenkur von vorneherein gar nicht oder nur eingeschränkt empfohlen wird.

Dazu zählen Kinder, ältere Menschen, Schwangere und auch Kranke. Wenn du unter einer Krankheit leidest – egal, ob das nun „nur“ eine simple Erkältung ist oder eine schwerwiegendere Erkrankung – ist es ohnehin einleuchtend, dass dabei nicht unbedingt gefastet werden soll. Ist dein Körper nämlich von vornherein durch die Krankheit geschwächt, wäre Fasten einfach keine gute Idee. Wer unter Herzproblemen leidet, kann nach einer strengen Fastenzeit sogar tatsächlich Komplikationen bekommen.
Selbiges gilt für Kinder, die sich noch im Wachstum befinden, weil ihnen gerade dafür wichtige Nährstoffe fehlen würden. Man sagt, dass erst Jugendliche ab ca. 18 Jahren fasten dürfen, und auch dann nur nach vorheriger Rücksprache mit dem Arzt.
Auch bei älteren Menschen (die keine Fastenerfahrung haben) und Schwangeren, sowie Müttern, die noch stillen, gilt diese Regel.

Fasten ist keine Diät!

Es kann gar nicht oft genug betont werden: Beim Fasten handelt es sich um keine Diät! Viele Menschen sind nämlich der Meinung, sie könnten mithilfe einer Fastenkur mal eben so ein paar Kilo abnehmen. Das stimmt natürlich! Je nach Konstitution, ob Frau od. Mann, Länge der Fastenzeit verliert man schon beträchtliches an Gewicht! Der Irrglaube besteht allerdings darin, dass man nach dieser heilsamen Fastenzeit genauso weitermachen und weiteressen kann, wie bisher!

Wer dieser Meinung verfallen ist, muss zwangsläufig mit dem bekannten und gefürchteten Jo-Jo Effekt rechnen.

Ist ja auch logisch: Wenn ein paar Tage lang nichts gegessen wird, purzeln vermeintlich die Pfunde. Isst man danach aber wieder normal weiter, legt der Körper schnell wieder zu. Manchmal sogar so, dass man danach unterm Strich sogar mehr auf die Waage bringt als zuvor, weil dem Körper signalisiert wurde: „Notzeit überstanden – jetzt schnell wieder ein ausreichendes Fettpolster anlegen“!
Fasten ist immer aus dem gesundheitlichen Aspekt heraus zu betrachten.
Wenn du wirklich an Gewicht verlieren willst, dann wäre eine Fastenzeit natürlich ein idealer Einstieg dazu. Wenn du allerdings anschließend nicht deine Lebens- und vor allem Ernährungsgewohnheiten umstellst und nicht mehr Bewegung in dein Leben bringst, dann ist Fasten ein ganz falscher Ansatz.

Mit körperlichen Nebeneffekten musst du auf jeden Fall rechnen!

In jedem Fall solltest du dich, wenn du fastest, darauf einstellen, dass unangenehme Nebeneffekte wie Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl, aber auch verstärktes Kälteempfinden auftreten können. Deswegen solltest du dich während der Zeit des Fastens auch nicht zu sehr belasten, um die Risiken beim Fasten wo gering wie möglich zu halten. Ideal ist es, wenn du nicht arbeiten gehen musst und dir sozusagen gleich eine komplette Auszeit gönnst.

Generell macht es wenig Sinn, länger als 14 Tage zu fasten. Ich würde empfehlen 2 mal jährlich 10 Tage (reine Fastenzeit) lang zu fasten.
Anfänger beginnen besser erst mal mit 5, maximal 7 Tagen; und grundsätzlich ist es zu empfehlen, dass du dich vorher vom Arzt abchecken lässt.
Fastenanfängern ist zwingend zu empfehlen, sich währen der ersten 2 od. 3 Fastenperioden fachliche Begleitung zu suchen oder sich einer Fastengruppe unter der Leitung eines ausgebildeten Fastenleiters(in) anzuschließen. Damit bist du auch wenn`s mal nicht so gut läuft in ausgezeichneten Händen.

darmreinigung

Darmreinigung!

Darmreinigung – ist das wichtig?

Wenn du dir vorgenommen hast, eine Zeitlang zu fasten, ist dazu begleitend eine Darmreinigung unbedingt zu empfehlen. Und zwar völlig unabhängig davon, für welche Art von Fasten du dich entscheidest. Wird der Darm nämlich nicht richtig gereinigt, könnte es passieren, dass darin zurückbleibende Reste zu faulen und zu gären anfangen. Das ist dann auch der Anfang einer sogenannten „Rückvergiftung“! Das kann zu Stimmungsschwankungen führen, Kreislaufschwächen, Unwohlsein, zum Aufkommen von einem Hungergefühl, Kopfschmerzen …. Also all die Dinge, die einem das Fasten nicht leichter machen! Keine schöne Vorstellung, oder? Daher ist eine Darmreinigung auch so wichtig!

Fasten ist eine bewährte Methode, um innerlich endlich mal richtig aufzuräumen. Und da gehört der Darm nun mal unweigerlich dazu. Für eine gründliche Darmnreinigung, die unmittelbar vor dem Fasten durchgeführt werden sollte, gibt es mehrere Möglichkeiten.

 

Darmreinigung mit Glaubersalz

Diese Methode ist die gängigste. Glaubersalz – ein Natriumsulfat (Decahydrat) – welches hierbei verwendet wird, hat seinen Namen vom Arzt und Chemiker Johann Rudolph Glauber. Im 17. Jahrhundert mischte er Kochsalz mit Schwefelsäure. Dieses Abführmittel ist heute in jeder Apotheke erhältlich.

Was die Dosierung anbetrifft: Du brauchst für ein Glas voll Wasser (ca. 250 bis 500 ml) ca. 30-40 g Glaubersalz (je nach Konstitution). Dann heißt es gut umrühren! Erst wenn die ganzen Salzkristalle sich aufgelöst haben, was eine gewisse Zeit dauert, solltest du dieses Gemisch trinken. Der Geschmack allerdings ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Um diesen etwas zu mildern, kannst du dem Wasser ein paar Spritzer Orangen- oder Zitronensaft hinzufügen. Am besten, du stellst dir gleich ein weiteres Glas mit purem Wasser oder Tee bereit, so dass du dieses gleich im Anschluss trinken kannst.

Bis die „durchschlagende“ Wirkung eintritt, kann es bis zu drei Stunden dauern, manchmal geht es aber auch deutlich schneller. Dann allerdings ist Eile geboten – jetzt solltest du unbedingt eine Toilette in greifbarer Nähe haben.

Eine ähnliche Wirkung erzeugst du mit der Einnahme von Bittersalz. Beide Abführmittel sind also gleichermaßen geeignet, wenn es zu Beginn der Fastenzeit um eine gründliche Reinigung des Darms geht.

 

Was tun, wenn das das Glaubersalz nicht wirkt?

Es kann sein, dass das Glaubersalz wenn du das erste Mal fastest nicht sofort wirkt. Manche Menschen benötigen tatsächlich eine höhere Menge an Salz: bis zu 3 Esslöffel pro Glas Wasser. Mit ausschlaggebend ist unter anderem auch dein Körpergewicht.

Es ist zu empfehlen, dass du dich direkt nach der Einnahme bewegst, da du dadurch deine Darmtätigkeit anregst. Du solltest allerdings von Spaziergängen od. Wanderungen  eher Abstand halten und eher Yogaübungen od. Dehnungsübungen machen, denn wenn die Wirkung erst mal eintritt – und das kann ziemlich plötzlich der Fall sein –  ist der Drang, auf die Toilette zu gehen, sehr groß. Außerdem, ganz wichtig: während du auf die abführende Wirkung wartest, solltest du ausreichend Wasser zu dir nehmen.

Falls sich nach 8-12 Stunden noch nichts getan hat, kannst du die Einnahme von der Salz-Wassermischung noch einmal wiederholen.

 

Gibt es Risiken bei einer Darmreinigung?

Bei der Einnahme von Glaubersalz gibt es tatsächlich auch gewisse Risiken. So ist diese Anwendung für Menschen mit hohem Blutdruck, mit Herzschwäche oder einem empfindlichen Magen besser nicht zu empfehlen. Außerdem sollte Glaubersalz bei etwaiger Verstopfung niemals über längere Zeit oder mehrfach eingenommen werden!

Im Zweifelsfall solltest du vor der Einnahme den Arzt befragen.

 

Gibt es Alternativen zu Glaubersalz?

Mal abgesehen vom bereits oben erwähnten Bittersalz, welches eine ähnliche Wirkung hat , aber auch die gleichen Risiken mit sich bringt, kannst du alternativ auch eine Mischung aus einem Glas Wasser mit zwei Esslöffeln Apfelessig als Abführmittel ausprobieren. Dieses Getränk kannst du während der Fastenzeit sogar täglich einmal morgens zu dir nehmen.

 

Darmreinigung mithilfe eines Einlaufs!

Auch ein Einlauf ist eine bewährte Methode, um den Darm zu reinigen. Ein großer Nachteil beim Einlauf ist allerdings die Tatsache, dass hierbei ausschließlich der Dickdarm gereinigt wird. Daher solltest du mit Glaubersalz beginnen und dann alle 2 Tage (od. täglich) deinen Körper bei der Reinigung mittels eines Einlaufgerätes unterstützen. Dein Körper wird es dir danken.

Du brauchst für eine Darmreinigung ein spezielles Gerät (einen so genannten Irrigator), mit dem du nach und nach bis zu zwei Liter 37° C warmes Wasser liegend in den Darm einführst. Meistens kommt der Drang, dass du sich entleeren willst, schon nach einer kleinen Menge Wasser. Dann kannst du einfach zur Toilette gehen und danach zweiter mit dem Einlauf fortfahren. Bis der Darm wirklich gereinigt ist, können mehrere Durchgänge erforderlich sein.

Etwas einfacher geht dies übrigens, vor allem dann, wenn du noch nie zuvor einen Einlauf gemacht hast, wenn du den vorderen Teil des Irrigators etwas mit Seife od. Gleitgel einreibst.

Nach dem Einlauf darfst du dir ruhig etwas Ruhe gönnen und dich im Bett unter eine warme Decke legen.

Tipps zum Durchhalten

Fastenzeit – Tipps zum Durchhalten!

Fastenzeit: Tipps zum Durchhalten!

Du hast dir ganz fest vorgenommen, ein paar Tage oder vielleicht sogar Wochen zu fasten? Eine gute Entscheidung!
Nur fragst du dich vielleicht jetzt, wie du das am besten durchhalten kannst…? Denn zugegebenermaßen fällt es natürlich nicht jedem gleich leicht, während der gesamten Zeit auf Essen zu verzichten. Woran scheitern die meisten Diäten? Richtig: daran, dass derjenige, der die Diät macht, es einfach nicht durchhält. Im Grunde genommen ist das ja auch kein Wunder. Süße Verlockungen in Form von Essen gibt es schließlich wirklich an jeder Ecke. Zwar kann man Fasten nicht wirklich mit einer Diät vergleichen, die Sache mit dem Durchhalten ist allerdings ganz ähnlich.
Man muss schon einen ziemlich starken Willen mitbringen, um während dieser Zeit wirklich enthaltsam zu sein und nicht wider in seinen alten Trott zurückzufallen.
Hier für die nächste Fastenzeit – Tipps zum Durchhalten! Eine Hilfestellung, wie du deine Fastenzeit überstehst, ohne möglicherweise doch rückfällig zu werden!

Das A und O:  Ablenkung!

Ganz klar: Wenn deine Gedanken permanent um´s Essen kreisen, wird es ziemlich schwierig, nicht doch irgendwann einfach zuzugreifen. Genau das solltest du also vermeiden. Wer zu viel Zeit hat, denkt zu viel nach. Also: ganz wichtig ist es, dass du dich in dieser Zeit einfach ablenkst, so dass du über den Hunger gar nicht groß nachdenken kannst. Zu Beispiel könntest du ausgedehnte Spaziergänge machen, dich mit einem Freund oder einer Freundin treffen, in einem Yoga Kurs anmelden oder aber meditieren und lesen. Das heißt, dass du deinen „Hunger“ während der Fastenzeit zwar nicht mit Essbarem, dafür aber durchaus auch mit etwas anderem stillen kannst, was dir guttut.
Eine andere Alternative wäre es, wenn du einen Fastenurlaub buchst, denn dann triffst du auf Gleichgesinnte und es wird für alle Fastenden ein Programm angeboten, was dich ablenkt.

Fasten in der Gemeinschaft

Stichpunkt Gleichgesinnte: das ist natürlich nicht nur während eines Fastenurlaubs ideal. Du kannst dich auch zuhause nach einem oder mehreren Gleichgesinnten umsehen, so dass ihr das „Projekt“ Fasten gemeinsam angehen könnt. Bestimmt gibt es auch in deiner Umgebung Fastengruppen, die von ausgebildeten Fastenleiter(in) geleitet werden. So fällt es gleich viel leichter, weil man sich gegenseitig ablenken und wunderbar gemeinsam etwas unternehmen kann. Außerdem ist es immer wieder interessant, sich mit anderen über dieses Thema auszutauschen. Vor allem ist es wichtig, dass du jemanden an deiner Seite weißt, der dir Fragen, die während einer Fastenzeit auftauchen auch beantworten kann.

Was hilft gegen Hungergefühl?

Wenn das Hungergefühl dann doch mal wieder übermächtig wird – und das ist meistens vor allem zu Beginn der Fastenzeit der Fall – dann gibt es einen ziemlich einfachen Trick: Trinken! Es reicht sogar aus, wenn du einfach nur ein Glas Wassert trinkst, was zudem die Darmreinigung unterstützt. Auch warme Kräutertees sind jetzt selbstverständlich erlaubt. Ein richtig durchgeführter Einlauf wirkt auch bei einem aufkommenden Hungergefühl wahre Wunder.

Nicht in Versuchung bringen lassen!

Lege deine Fastenzeit am besten von vornherein so, dass nicht gerade die Oma oder der beste Freund Geburtstag feiert. Wenn du nämlich auf eine Feier gehst, auf der viel gegessen wird, fällt es logischerweise ganz besonders schwer, zu verzichten. Außerdem musst du dich dann vermutlich die ganze Zeit rechtfertigen, warum du heute nichts essen willst. Das kann ziemlich anstrengend sein. Plane also die Fastenzeit am besten dann, wenn keine Geburtstage, Betriebsfeste, Grillpartys und ähnliches auf dem Programm stehen.

Das Ende der Fastenzeit feiern!

Hast du es dann geschafft, kannst du stolz auf dich sein. Deswegen darfst du das Ende der Fastenzeit ruhig feiern – zwar nicht mit einem riesigen, fetten Essen, aber mit dem guten Gefühl, es tatsächlich geschafft zu haben. Es fühlt sich nämlich wirklich gut an, wenn man weiß, dass man diese Herausforderung angenommen und gut bewältigt hat. Wenn du das nächste Mal fastest, wirst du mit dem guten Gefühl herangehen “Das habe sich schon einmal geschafft. Also schaffe ich es auch ein zweites Mal.“
Es gibt bestimmt irgendeine Kleinigkeit, mit der du dich belohnen kannst, wenn du es dann tatsächlich geschafft hast – denn Motivation ist bekanntlich immer ein guter Antrieb.

Gedanken aufschreiben

Was ebenfalls helfen kann, ist das Führen eines Fastentagebuchs. Schreibe dir am besten deine Erfahrungen, die du machst, täglich auf und notiere dir auch, was du als problematisch empfindest.

Dich selbst motivieren

Rede dir selbe immer gut zu! Anstatt dir immer wieder zu sagen: „das schaffe ich nicht, ich sterbe vor Hunger“ rede dir lieber zu „das schaffe ich! Das wäre ja gelacht, wenn ich das, was viele andere auch schaffen, nicht schaffen würde“ oder „jetzt habe ich schon ein Woche durchgehalten, jetzt schaffe ich den Rest auch noch“. So kannst du dich nämlich wunderbar selber motivieren.

Mache dir immer wieder denn Sinn des Fastens klar

Und nicht zuletzt: auch der Verstand spielt eine Rolle. Informiere dich vorher gut, was das Fasten konkret bringt und was dabei mit deinem Körper passiert. Wenn du nämlich denn Sinn und Zweck des Fastens begriffen und verinnerlicht hast, weißt du auch, wofür du die ganze Sache machst und kannst dir immer wieder selber gut zureden.

Also: Hab Geduld mit dir! Mit der richtigen Einstellung und ausreichend Motivation sollte das Fasten eigentlich kein Problem sein und du wirst dich einfach großartig fühlen!

Fasten - was ist zu beachten

Fasten – Was ist zu beachten!

Was muss man beachten, wenn man noch nie zuvor gefastet hat?

Fasten ist aus unterschiedlichen Gründen eine wirklich äußerst empfehlenswerte Angelegenheit der Gesundheitspflege und -vorsorge! Wenn man jedoch keine Erfahrung damit hat, kann man auch einiges falsch machen. Im schlimmsten Fall kannst du dabei sogar deine Gesundheit schädigen. Und das wäre ja nun wirklich eher kontraproduktiv! Daher ist es wichtig, dass du nicht einfach auf eigene Faust losfastest oder total unvorbereitet und blauäugig damit beginnst, sondern dich vorher gut in die Materie einliest und auf das Fasten vorbereitest!

Aber lass dich davon nicht abschrecken: Richtig vorbereitet kannst du mit Fasten wirklich gute Effekte erreichen und tust deiner Gesundheit auch definitiv etwas Gutes. Gleich vorab sei aber noch erwähnt, dass es ratsam ist, vor deinem „ersten Mal“ mit deinem Arzt über dieses Vorhaben zu reden. Er wird vorher deine Gesundheit abchecken und dir dann – hoffentlich – grünes Licht für dein Vorhaben geben.

Im nachfolgenden Artikel erfährst du einige wichtige Dinge, die es unbedingt zu beachten gilt, wenn du noch niemals zuvor gefastet hast.


Wie lange? Wie oft?

Wenn du zum ersten Mal fastest, solltest du als Zeitspanne maximal 2 Wochen wählen. Alles andere wäre zu lang und würde deinen Körper nur überfordern. Also: nichts übertreiben! Sogar eine erste Fastenkur von nur 7 Tagen ist anfangs ausreichend, um schon einen deutlichen Effekt zu verspüren. Erst wenn alles gut klappt, kannst du die Dauer mit jedem Mal ein bisschen verlängern.

Ideal wäre es, wenn du zweimal pro Jahr fasten könntest.


Fasten in der Gruppe

Wie bei vielen Dingen gilt auch hier: Gemeinsam macht es mehr Spaß! Man kann sich dabei gegenseitig unterstützen, motivieren und austauschen. Und im Endeffekt hält man es in der Regel auch eher durch, wenn man nicht alleine fastet. Wenn du also Gleichgesinnte kennst, denen du dich anschließen könntest – umso besser. Vielleicht hat ja der eine oder andere Kollege oder Freund ebenfalls Lust, zu fasten und kann sich dafür begeistern?

Am besten wäre es, wenn du dich einer Gruppe anschließt, die von einem zertifizierten Fastenleiter betreut wird. Da wird ein gutes Programm auch rund ums Fasten geboten und Du bist in guten Händen, wenn es einmal nicht so gut läuft!

Super klappt das (gemeinsame) Fasten übrigens auch im Rahmen eines Urlaubs in einer speziellen Klinik oder bei einer Fastenkur. Auch hier wirst du von fachkundigen und ausgebildeten Fastenleitern betreut.


Wie fängt man am besten an?

Ideal ist es, wenn du nicht gleich „mit der Tür ins Haus fällst“, sondern die Sache eher etwas sanfter angehst – vor allem für Anfänger ist das wichtig. Also: Anfangen solltest du deine Fastenkur im Idealfall mit einem oder sogar mehreren Vorbereitungstagen, den sogenannte „Entlastungstagen“(siehe Grafik).

Was ist zu beachten!

An diesen Tagen solltest du deutlich weniger essen als sonst. Noch besser wäre es, wenn du nicht nur weniger essen würdest, sondern vor allem auf schwere und unverdauliche Speisen verzichtest. Das erleichtert dem Körper die Umstellung in den Fastenmodus immens. Fleisch und Wurst sollten auf jeden Fall nicht auf dem Speiseplan stehen, stattdessen viel Obst, Reis und Rohkost. Auch Genussmittel wie Alkohol, Kaffee oder Zigaretten bitte jetzt schon stark reduzieren bzw. ganz absetzen. Die gibt es nämlich in den reinen Fastentagen nicht. Am Tag direkt vor dem Fasten muss auf jegliche tierische Produkte verzichtet werden. Das heißt auch kein Ei, keine Butter, keine Milch und kein Käse.

Im Grunde genommen wird diese Vorbereitungszeit als 1. Phase des Fastens bezeichnet.


Das Fasten (2. Phase)

Je nachdem, für welche Art von Fasten du dich entscheidest, darfst du meistens nur Flüssiges zu dir nehmen – also Säfte und Suppen. Insgesamt sollten es nicht mehr als 500 Kalorien pro Tag sein. Keine Sorge, über verschiedene Obst- und Gemüsesafte erhältst du ausreichend Vitamine und Mineralstoffe. Auch Gemüsebrühe hilft dabei, dass dein Körper gut versorgt wird. Wasser und ungesüßte Tees sind natürlich ebenfalls erlaubt.

In einigen fastenverwandten Diäten ist auch feste Nahrung erlaubt. Hier bestehen die Mahlzeiten häufig ausschließlich aus Obst, Gemüse oder Getreide.

Empfohlen wird übrigens, gleich am ersten Tag des Fastens eine Darmreinigung vorzunehmen. Dies geschieht am besten mit Glaubersalz, damit der Magen entleert wird und in Folge dann mit einem Einlauf mithilfe eines Irrigators. Durch diesen Vorgang unterstützt du deinen Körper ganz enorm in der Fastenzeit.

Es ist generell wichtig, ausreichend Wasser und ungesüßte Tees zu sich zu nehmen.

Nimm dir für den ersten Tag nicht zu viel vor und bleibe in der Nähe der Toilette – dein Darm wird es dir danken.

Gerade die Reinigung des Darms ist ein wichtiger Bestandteil der meisten Fastenmethoden.


Das so genannte Fastenbrechen – die Fastenzeit geht zu Ende

Die 3. Phase des Fastens beginnt genau jetzt am Ende deiner Fastenzeit. Genauso wie du deinen Körper auf das Fasten vorbereitet hast, musst du ihn jetzt wieder auf feste Nahrung vorbereiten. Eine Umstellung von heute auf morgen ist also weder zu Beginn noch am Ende des Fastens zu empfehlen.

Für diese Phase solltest du am besten gleich ein paar Tage einplanen. In dieser Zeit beginnst du am besten mit wenig Obst und du darfst die Menge, die du isst, dann nach und nach steigern. Klar, dass du dir nicht gleich am zweiten Tag nach dem Fasten eine Schweinshaxe gönnen solltest! Allzu fettige und schwere Speisen sind jetzt erst mal eine Zeitlang tabu. Außerdem ist es wichtig, alles, was du isst, sehr gründlich zu kauen, bevor du es schluckst. Sollte deine Verdauung noch nicht so richtig mitspielen, kannst du natürlich auch jetzt noch mit einem Einlauf nachhelfen.

Wenn du diese Tipps beherzigst, wirst du nach der Fastenkur merken, wie gut du dich fühlst, wie wunderbar leicht und gereinigt sich dein Körper anfühlt und wie energiegeladen du bist. Und du wirst bestätigen, dass sich diese Fastenzeit höchst positiv auf deinen Körper, auf deinen Geist und auf deine Seele ausgewirkt hat.

Ganz wichtig: Wenn du vermeiden möchtest,  wieder in deine alten Ernährungsverhaltensmuster zurückzufallen, dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt um Veränderungen vorzunehmen, sei es bei der Ernährung oder generell in deinem Leben.

Versuche also am besten, auch über die Fastenzeit hinaus eine gesunde und vollwertige Ernährung jenseits von Fastfood, Fettigem, Zucker, leeren Kohlenhydraten und Salzigem beizubehalten und vielleicht verspürst du auch Lust, wieder etwas mehr Bewegung in dein Leben zu bringen.

 

 

 

 

 

 

 

dürfen kinder fasten

Dürfen Kinder fasten?

Dürfen Kinder fasten?

Fasten ist heutzutage nichts Außergewöhnliches mehr, sondern für viele Menschen schon gang und gebe. Es tut der Gesundheit gut, reinigt den Körper und den Geist.
Nun stellt sich aber verantwortungsbewussten Eltern schnell die Frage: dürfen meine Kinder eigentlich auch fasten? Ist das angemessen oder besteht dabei möglicherweise ein Risiko? Denn immerhin befinden sich die lieben Kleinen ja noch im Wachstum – fehlen ihnen dabei vielleicht wichtige Nährstoffe?

Kinder und Fasten? Ein umstrittenes Thema

Eins vorneweg: Ob Kinder nun fasten sollen oder nicht, daran scheiden sich die Geister. Es gilt auch und gerade unter Fachkräften als sehr rumstritten. Vor allem aus dem oben genannten Grund, nämlich dass Kinder sich mitten im Wachstum befinden, meinen einige Ärzte, dass deswegen wichtige Nährstoffe fehlen würden. Immerhin wird auch älteren Menschen, Schwangeren und Stillenden meistens vom Fasten abgeraten.
Andere wiederum sagten, dass das Fasten generell kein Problem ist – auch nicht bei Kindern – wenn dabei ein paar Dinge berücksichtigt und ein paar Voraussetzungen erfüllt werden.

Das Alter – die erste Voraussetzung

Bei kleineren Kindern wird tatsächlich vom Fasten komplett abgeraten. Erst dann, wenn der Nachwuchs in die Pubertät kommt, sprich als Jugendlicher, könnte das Fasten ein Thema werden.
Zuerst der Gesundheitscheck!
Ganz wichtig: Wer seine Kinder fasten lassen will, sollte unbedingt vorher den Arzt zu Rate ziehen. Dieser sollte vorab zuerst mal einen Gesundheitscheck machen, um den allgemeinen Gesundheitszustand des Kindes festzustellen. Er wird klären, ob das Kind körperlich gesund ist und ob es auch mental schon reif genug ist für eine Fastenzeit.

Was sollte man beachten?

In jedem Fall sollten Eltern ihre Sprösslinge während der Fastenzeit besonders gut im Auge behalten. Wie ist das Verhalten, wie der allgemein ersichtliche Gesundheitszustand? Vielleicht ist es eine gute Idee, wenn schon fasten, dann gemeinsam mit einem oder beiden Elternteilen. Diese können ihren Nachwuchs dann entsprechend unterstützen. Besser wäre es auf jeden Fall, die Fastenzeit in die schulfreie Zeit zu legen. Und: Fasten immer nur in Rücksprache mit dem Arzt!

Fasten, um abzunehmen?

Viele Kinder und Jugendliche schleppen aufgrund falscher Ernährung das eine oder andere Kilo zu viel auf den Rippen mit sich herum. Wäre es nicht gerade dann eine gute Idee, zu fasten, um endlich zum ersehnten Wunschgewicht zu kommen? Vor allem Teenager leiden häufig sehr darunter, wenn sie zu viel auf die Waage bringen und somit von ihrer Traumfigur ein großes Stück entfernt sind.
Die Antwort ist aber eindeutig: um abzunehmen, ist Fasten alles andere als sinnvoll. Beim Fasten geht es nämlich keineswegs darum, Gewicht zu verlieren – das passiert dabei zwar meistens ganz nebenbei, aber dennoch: die Hauptintention beim Fasten ist der Verzicht und die Reinigung des Körpers bzw. des Darms.
Wer Gewicht verlieren will, und das dauerhaft, dem bleibt eigentlich nur eine einzige Möglichkeit: Die Ernährung umzustellen. Jugendliche, die einfach mal eine Woche fasten und danach wieder zu Fastfood und Co, zurückkehren, erleben dabei nämlich ohnehin nur Frust. Ist das Gewicht der Grund, warum über das Fasten nachgedacht wird, dann kann davon also nur abgeraten werden. Stattdessen lieber auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten und Fastfood ein für alle Mal vom Teller verbannen.

Alternativen zum Fasten bei Kindern

Es gibt ja bekanntermaßen diverse Variationen des Fastens. Eine davon ist das Heilfasten, bei dem tagelang keine feste, sondern nur flüssige Nahrung zu sich genommen werden darf. Diese Art des Fastens sollte man aber unter 18 Jahren eher nicht in Betracht ziehen. Aber es sagt ja keiner, dass das Kind genau diese Art des Fastens ausprobieren muss.
Wie wäre es Basenfasten? Auch hier wird für eine bestimmte Zeit auf Genussmittel verzichtet, die dem Körper eher schaden als nutzen. Dafür kann man jede Menge an Gemüse, Obst und eben basischen Lebensmittel genießen, die auch für den Körper eine Wohltat sind.
Eine einfachere und vor allem auch völlig risikofreie Variante wäre es auch, wenn das Kind beispielsweise Süßigkeiten fastet. Bekanntermaßen fällt gerade das den allermeisten Kindern ausgesprochen schwer. Dabei lernt es nicht nur, konkret auf etwas zu verzichten, sondern es ist auch zweifelsohne für die Gesundheit positiv.
Auch andere Arten des Fastens wie beispielsweise der Verzicht aufs Fernsehen wäre für Kinder problemlos denkbar – so gewöhnen sie sich daran, was es bedeutet, eine Zeitlang auf liebgewonnene Dinge komplett zu verzichten. Ein guter Grundstein, wenn sie später dann mal – so wie die Großen – „richtig“ fasten wollen.

Fazit: seine Kinder fasten lassen ist gerade in den jungen Jahren keine gute Idee. Bei Teenagern wäre es grundsätzlich denkbar aber nur in Absprache mit dem Arzt und natürlich nur dann, wenn der Jugendliche auch zu 100% bereit dazu ist – ansonsten ist der Misserfolg vorprogrammiert.