FASTEN – Studien

Dutzende von wissenschaftlichen Fasten-Studien belegen die Wirkung des Fastens, und laufend kommen neue dazu.
Die eindeutigsten Befunde liegen zu rheumatischen Erkrankungen vor. Weitere Resultate und Studien liegen zum positiven Effekt von Fastenkuren bei Bluthochdruck vor.
Interessant ist die rasch anwachsende Evidenz aus amerikanischen Langzeit-Studien. Deutliche positive Effekte sind bei der Prävention von vielen chronischen Erkrankungen, insbesondere der koronaren Krankheiten, neurogenerativen Erkrankungen, Parkinson und Demenz sowie Diabetes und einer Vielzahl von Krebserkrankungen nachgewiesen.
Aktuelle Studien zeigen auch, dass Fasten als unterstützende parallele Maßnahme zu Chemotherapien sowohl die Nebenwirkungen reduzieren, als auch die Ansprechbarkeit der Chemotherapie erhöht.

Hier findest du eine Übersicht über   zahlreiche Studien:

 

 

Fasten – was bewirkt es wirklich?

Fasten entschlackt den Körper, so die Verheißung der meisten Angebote. Doch wissenschaftlich gesehen existiert keine wie auch immer geartete “Schlacke” im menschlichen Körper. Gemeint sein könnten physiologische Abbauprodukte, die bei einigen Krankheiten wie Rheuma und Arthritis anfallen. Obwohl diese Stoffe erst nach sehr langer Fastendauer ausgeschieden werden, können positive Effekte festgestellt werden. Aufsehen erregten auch Schlagzeilen, dass Krebszellen durch das Fasten zumindest kurzzeitig ausgehungert werden können und schrumpfen – zumindest im Mausmodell. Zudem scheint es die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu verringern.
Belegt ist der positive Effekt des Fastens bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Blutdruck sinkt stärker als bei medikamentöser Therapie mit ACE-Hemmern oder Betablockern. Auch bei der Behandlung von Asthma wurden Erfolge erzielt, da Fasten zu einer Verringerung des Histamins in den Zellen der Bronchien führt. Sogar die Anfälligkeit für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson geht durch das Fasten zurück – zumindest bei Versuchstieren –, weshalb ein positiver Effekt auf das Gehirn vermutet wird.

 

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Bewegung im Kindesalter

In einer Studie wurden Daten von 2.279 Kindergartenkindern im Alter von 3 bis 6 Jahren ausgewertet, um die Frage zu beantworten, ob Kinder, die regelmäßig Sport treiben, besser entwickelte motorische, kognitive und sozial-emotionale Fertigkeiten aufweisen als Kinder ohne sportliche Aktivitäten. Die Kinder wurden hierzu von ihren Erzieherinnen und Erziehern beobachtet und mittels Ratingskalen eingeschätzt.
Zur Beantwortung der Fragestellung wurden innerhalb der Studie Kinder, die regelmäßig Sport treiben mit Kindern, die nicht regelmäßig Sport treiben verglichen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sport treibende Kinder in allen untersuchten Teilbereichen höhere Werte erreicht haben als nicht Sport treibende Kinder.
Sowohl bei der Grobmotorik als auch in der Feinmotorik erzielten Sport treibende Kinder höhere Werte als nicht Sport treibende Kinder. Betrachtet man den sozial-emotionalen Bereich, zeigt sich, dass Sport treibende Kinder auch hier bessere Werte bezüglich der kommunikativen Grundfähigkeiten, dem aggressiven Verhalten und der Schüchternheit erzielten als nicht Sport treibende Kinder. Für den Zusammenhang von Sport und kognitiven Fertigkeiten zeigten sich die größten Effekte. Sport treibende Kinder erreichten höhere Werte beim Lesen, Rechnen und Schreiben als nicht Sport treibende Kinder.

 

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Trinken und Leistungsfähigkeit

Eine Auswertung wissenschaftlicher Studien ergab, dass es wichtig ist genügend zu trinken, um im Beruf und der Freizeit nicht nur körperlich sondern auch geistig fit zu sein.
Die Studien haben bewiesen, dass bereits ein Flüssigkeitsverlust von nur zwei Prozent des Körpergewichts die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Ein solcher Flüssigkeitsverlust entspricht bei einem 70 Kilogramm schweren Menschen 1,4 Liter. Allein 1,2 Liter verliert der Körper am Tag über das Atmen, die Haut und durch Ausscheidungen unter normalen Klimabedingungen. Durch Schwitzen bei Anstrengung und höheren Temperaturen verdoppelt oder verdreifacht sich diese Menge.
Insbesondere die Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit äußert sich hierbei häufig in Konzentrations- und Reaktionsschwächen. Einige Untersuchungen zeigten außerdem, dass eine chronische unzureichende Wasserzufuhr langfristig das Risiko zur Harnsteinbildung und die Entstehung von Krebserkrankungen des Dickdarms und der Harnwege hat.
So benötigt ein Erwachsener mit durchschnittlicher körperlicher Aktivität eine mittlere Wasserzufuhr von 2900 ml (Männer) und 2200 ml (Frauen). Zudem ist es sinnvoll über den Tag verteilt eine kontinuierliche Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen. Da der Magen-Darmtrakt große Flüssigkeitsmengen nicht auf einmal aufnehmen kann, macht es wenig Sinn das über den Tag entstandene Defizit am Abend aufzufüllen.

Zu berücksichtigen ist darüber hinaus, dass insbesondere koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder schwarzer Tess sowie Alkohol eine entwässernde Wirkung haben. Sie tragen somit wenig zur Flüssigkeitsversorgung bei. Sie sollten immer durch die Zufuhr von Trinkwasser ergänzt werden.

 

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Bewegung im Alter

In einer Vergleichsstudie wurden zwei Bewegungsprogramme (Krafttraining und ein kombiniertes Kraft- und Ausdauertraining) auf ihre Wirksamkeit auf die kognitiven Funktionen von Seniorinnen und Senioren überprüft. Als soziale Vergleichsgruppe wurde eine Kontrollgruppe herangezogen, welche ein Aufmerksamkeitsprogramm erhielt. Für die Studie wurden über Zeitungsanzeigen und Flyer gesunde, inaktive Männer und Frauen über 60 Jahre gesucht.
Zur Überprüfung der Fragestellungen diente ein längsschnittlich angelegtes, randomisiertes Versuchs-Kontrollgruppendesign (RCT-Design). In der Studie wurden zwei Versuchsgruppen mit einer Kontrollgruppe über drei Messzeitpunkte im Abstand von jeweils 12 Wochen verglichen.
In der Krafttrainingsintervention wurden die Hauptmuskelgruppen mittels Kraftgeräten in einem Kraftkreis trainiert. Der Kraftkreis beinhaltete 20 Stationen. An jeder Station wurde eine Minute trainiert. Es wurden zwei Durchgänge absolviert. Dem Gerätetraining ging eine allgemeine Erwärmung von ca. 10 Minuten voraus. Eine ca. 5minütige Entspannung bildete den Abschluss jeder Stunde. In dem kombinierten Kraft- und Ausdauerprogramm absolvierten die Probanden zunächst ein ca. 20minütiges Ausdauertraining in Form von Walking oder Ergometer. Anschließend absolvierten sie ebenfalls ein Krafttraining in dem beschriebenen Kraftkreis. Die beiden Interventionsgruppen trainierten drei Einheiten pro Woche über 60 Minuten. Die Aufmerksamkeitskontrollgruppe absolvierte einmal wöchentlich über 60 Minuten ein gering intensives gymnastisches Programm mit und ohne Kleingeräte. Die Interventionszeit betrug für alle Gruppen drei Monate.
Die Ergebnisse zur Entwicklung der kognitiven Funktionen zeigen in den Mittelwerten Leistungsverbesserungen in allen drei Gruppen und über alle Messzeitpunkte. Es sind keine signifikanten Leistungsunterschiede in der Entwicklung der einzelnen Gruppen erkennbar. Die Ergebnisse zeigen Leistungsverbesserungen in den kognitiven Funktionen Kurzzeitgedächtnis, Wortflüssigkeit, Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und exekutiven Funktionen.

 

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Regelmässiges Gehirntraining

In einer Vorher-Nachher-Studie wurde festgestellt, dass man mit der Verbesserung von einzeln trainierten Bereichen auch die allgemeine kognitive Fähigkeit eines Menschen verbessern kann.
Im Rahmen dieser Studie wurden 101 Junge Erwachsene (20-31 Jahre) mit 103Senioren (65-80 Jahre) in insgesamt 100 Trainingssitzungen von jeweils etwa einer Stunde miteinander verglichen. Eine Sitzung bestand dabei aus 12 Tests, welche die Auffassungsgabe und –geschwindigkeit, das Arbeitsgedächtnis und das Erinnerungsvermögen der Probanden untersuchten. Die Sitzungen haben einem Intervall von zwei bis drei Tagen stattgefunden.
Die Wissenschaftler hatten das Leistungsniveau jedes Probanden vor der Teilnahme dokumentiert. Auf diese Weise konnte man den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben individuell einstellen und den Denkmarathon für jeden Teilnehmer gleichermaßen anspruchsvoll gestalten. Nach der halbjährigen Trainingsphase maßen die Psychologen das Leistungsniveau erneut.
Die Ergebnisse der Studie zeigen eindeutig, dass sich der Trainingseffekt nicht nur auf die geübten Aufgaben geschränkte. Das Arbeitsgedächtnis, das episodische Gedächtnis und die Denkfähigkeit verbesserten sich auch allgemein. Insbesondere bei den älteren Probanden steigerte das Intensivtraining das Arbeitsgedächtnis, welches wir beim Planen, beim Verstehen komplexer Sachverhalte, sowie um Neues zu lernen, benötigen.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass geistiges Training fit hält. Wer seine geistigen Fähigkeiten im Alter behalten oder allgemein ausbauen möchte, sollte sein Gehirn immer wieder vor neue Herausforderungen stellen.

 

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Vegane/vegetarische Ernährung

Eine Vergleichsstudie aus Großbritannien zeigte den Zusammenhang zwischen der Sterblichkeit und dem Verzehr von Fleisch und tierischen Produkten auf.
An der vorliegenden Vergleichsstudie nahmen in einem Zeitraum von 1980 bis 2000 rund 11.000 Probanden teil; hiervon waren 4.700 Vegetarier und circa 470 Veganer. Das Hauptziel dieser Untersuchung war die Sterblichkeit von Vegetariern und Veganern in Folge von kardiovaskulären Erkrankungen und ernährungsassoziierten Krebsarten im Vergleich zu nicht vegetarisch lebenden Probanden zu untersuchen.
Die Studie zeigte, dass sich der Blutspiegel an Gesamt- und LDL-Cholesterin mit steigendem Konsum tierischer Lebensmittel erhöhte. Das Risiko eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln war bei lebenslangen Vegetariern (24 Prozent) und Veganern (57 Prozent) signifikant niedriger als bei Fleischessern. Entsprechend dieses Ergebnisses erhöhte sich auch das Sterberisiko in Folge der Erkrankung bei zunehmendem Konsum von Fleisch, Fisch, Käse, Eiern und tierischen Fetten. Die Probanden, die gar kein oder seltener als einmal pro Woche Fleisch zu sich nahmen, hatten eine um 20 Prozent niedrigere Gesamtsterblichkeit und eine 28 Prozent niedrigere Sterblichkeit an kardiovaskulären Erkrankungen als Fleischesser.

 

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Tierisches Einweiß – Proteine

Bereits seit vielen Jahren wird der übermäßige Verzehr von tierischem Eiweiß mit einem dramatischen Anstieg des Krebsrisikos in Verbindung gebracht. Eine aktuelle Studie als Kalifornien konnte dies nun bestätigen und entdeckte darüber hinaus einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von tierischem Eiweiß und einer vorzeitigen Sterblichkeit.
Die vorliegende Studie in dem Zusammenhang zwischen dem Konsum von tierischem Eiweiß und dem Sterberisiko nachgegangen. Hierfür wurden Daten von über 6.000 Personen ausgewertet. Zu den wesentlichen Ergebnissen dieser Studie gehört, dass eine Ernährung aus viel Milch, Fleisch und Käse eher zu einem frühen Tode führt als eine proteinarme Ernährung. Ebenso ist das Risiko, an Krebs zu sterben, vierfach so hoch bei Menschen, die sich viel von tierischen Eiweißen ernähren im Vergleich zu Menschen, welche sich überwiegend mit proteinarmer Kost ernähren. Auch die verfrühte Sterblichkeit aufgrund anderer Ursachen als Krebs erhöhte sich um 74 Prozent bei Probanden, die sich proteinreich ernährten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine Ernährung aus reichlich tierischem Eiweiß einen ähnlich hohen und gravierenden Sterblichkeitsfaktor darstellt wie das Rauchen.

 

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Giftstoffe in Lebensmitteln

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat in ihrem Forschungsprojekt zur Aufnahme von Umweltkontamination über Lebensmittel gemeinsam mit dem Forschungs- und Beratungsinstitut für Gefahrstoffe sowie der Universität Bremen festgestellt, dass wir neben Dioxin noch weitere Schadstoffe völlig unbemerkt über unsere Nahrung aufnehmen.
Die Ergebnisse des Forschungsprojektes zeigen, dass wir über unsere Nahrung nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Umweltgifte wie Cadmium, Dioxin, Blei, Quecksilber und so genannte polychlorierte Biphenyle (PCB) aufnehmen. Diese Schadstoffe gelangen meist über Luft-, Wasser- oder Bodenverunreinigungen in unsere Lebensmittel und sind in bestimmten Mengen gesundheitsschädlich.
Die Giftstoffe können unter anderem Krebs auslösen, Nerven und Immunsystem schädigen, Atemwegserkrankungen hervorrufen und die Organfunktionen beeinträchtigen. Insbesondere Dioxin und PCB kommt in vielen Lebensmitteln vor. Die Aufnahme dieser Gifte ist deshalb kaum zu vermeiden, wie die Studie zeigt: Einige Lebensmittel überschritten die Höchstgrenze, etwa bestimmte Fischsorten, Eier, Milch oder Rindfleisch. Doch auch Gemüse, Obst und Getreide können belastet sein. Die Folge für den Verbraucher: Selbst wer sich normal ernährt, nimmt hohe Mengen Dioxin und PCB auf. Das Institut empfiehlt daher, nicht zu oft zu Eiern und anderen besonders stark verunreinigten Speisen zu greifen.

 

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Milch – der Irrglaube

Eine Studie aus dem Jahr 2014 stellt fest, dass Milch völlig nutzlos für die menschlichen Knochen sei. Der Verzehr von Milch beugt somit weder einer Osteoporose noch Knochenbrüchen vor.
In der Langzeitstudie wurden mehr als 60.000 Frauen über einen Zeitraum von durchschnittlich 20 Jahren und circa 45.000 Männer im Durchschnitt 11 Jahre von Wissenschaftlern begleitet. Im Verlauf der Studie erlitten rund 17.000 Frauen und 5.000 Männer Knochenbrüche. Der allgemeine Glaube der Bevölkerung, dass jene, Probanden die wenig Milch zu sich nahmen, vermehrt Knochenbrüchen erlitten, wurde eindeutig nicht bestätigt. Die erhöhte Aufnahme von Milch senkt das Risiko für Knochenbrüche nicht.
Die Studie belegte viel mehr das Gegenteil. Der Milchverzehr erhöhte das Risiko für osteoporotische Frakturen im Rahmen der Studie. Mit jedem täglichen Glas Milch nahm das allgemeine Risiko für Knochenbrüche der Frauen um 2 Prozent zu; das Risiko für Hüftfrakturen sogar um ganze 9 Prozent.
Noch alarmierender sind folgende Ergebnisse der Studie: Während der Studiendauer verstarben 15.000 Frauen und 10.000 Männer. Die Wissenschaftler ermittelten, dass offenbar insbesondere die Probanden verfrüht starben, die besonders gerne Milch tranken. Mit zunehmendem Milchverzehr erhöht sich also auch das Sterberisiko. Diese Wirkung war bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern.

 

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